Meldung vom 19.01.2021

Musik für Filme und Hörspiele selber machen, oder vielleicht einen Hit landen

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Für das produzieren von Musik gibt es viele Programme, die besten sind vermutlich „FL Studio“ und „Ableton Live“. Das Problem dabei: Sie kosten Geld. Doch es gibt auch gute kostenlose Programme. Für mich war dabei LMMS (Linux MultiMedia Studio https://lmms.io/download#windows) das Beste. Ursprünglich nur für Linux, mittlerweile aber auch für Windows und macOS geeignet. Ich habe es auf meinem Windows Laptop installiert und es läuft problemlos.

Die Oberfläche erschlägt einen vermutlich erstmal, wenn man sich allerdings eingearbeitet hat ist sie super simple. In verschiedenen Spuren erstellt man seine Musik. Es gibt die Instrumentspur, einen Piano-Roll-Editor, einen Beat-Bassline-Editor, einen Automation-Editor und eine Sample-Spur. Zusätzlich gibt es einen FX-Mixer und einen Controller Rack. Des Weiteren gibt es vorinstallierte Virtual Studio Technology, kurz VST. Dies sind Plugins mit denen man virtuell Instrumente spielen und andere Sounds erzeugen kann. Das Hinzufügen von weiteren VST-Plugins funktioniert problemlos. Wer keine Töne selbst erzeugen will, kann sich aus dem Pool von voreingestellten Sounds bedienen, selbst welche aufnehmen oder weitere herunterladen (Vorsicht aber vor urheberrechtlich geschützten Sounds). Wer im Besitz eines Midi-Controllers ist kann diesen mit LMMS verbinden und so live ein Keyboard einspielen, aber auch die Tastatur kann als Keyboard genutzt werden. Am Ende kann man sein fertiges Musikstück als wav. und mp3. ausgeben.

Die Aufnahme von Gesang, sogenannten Vocals, ist in LMMS leider nicht möglich, zumindest habe ich noch keinen Weg gefunden. Möchte man dennoch Vocals auf seinem Musikstück, muss man diese vorher in einem anderen Programm aufnehmen und dann als Sample-Spur in LMMS hinzufügen. Zur Aufnahme von Vocals kann man zum Beispiel das Programm Audacity verwenden. Zu Audacity haben wir auch schon ein medienpädagogisches Häppchen erstellt (https://medientrecker.de/medienpaedagogik/vollansicht/37-kostenloses-audioschnittprogramm.html).

Ganz wichtig ist noch, dass ihr die LMMS Version 1.2.2 verwendet und NICHT die 1.13, da bei dieser manche Funktionen, wie das hinzufügen externer VST-Plugins, nicht funktioniert.

So, dass war jetzt erstmal ziemlich viel. Zum Einstieg von LMMS kann ich die Tutorials von „TJ Free“ empfehlen, allerdings sind diese auf Englisch (https://www.youtube.com/playlist?list=PLqazFFzUAPc4K1To5JTtR3cskcdRifM1M). Es gibt aber auch ein recht gutes Tutorial auf Deutsch (https://www.youtube.com/playlist?list=PLMmY1sZQwq-RT86dzGtCkMENdlZE_Tiun). Für kleine Erklärungen gibt es bei LMMS auch ein Hilfstool.

        

Und jetzt wünsch ich euch viel Spaß beim produzieren

Jakob


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