Meldung vom 27.04.2020

Einstiegsmethoden

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Seit 2003 fahre ich nun schon den Medientrecker. Alle Projekte, die ich durchgeführt habe und die ich noch durchführen werde, haben eines gemeinsam - immer stehe ich vor einer neuen Gruppe. Und immer ist es so, dass nicht nur die Gruppe aufgeregt ist und mich erwartungsvoll anschaut, sondern auch ich habe jedes Mal noch Schmetterlinge im Bauch und das legt sich erst, wenn das Projekt startet und wir alle uns aufeinander einlassen.

Ich will euch heute ein paar Methoden beschreiben, mit denen ich ein Projekt gern beginne.

Im Kindergarten beispielsweise stelle ich den Kindern als erstes meinen Fotoapparat "Günther" vor und da die Kinder sowieso die ganze Woche mit dem Teil fotografieren sollen, schlage ich da zwei Fliegen mit einer Klappe - jedes Kind sagt wie es heißt und wen es fotografiert und so lerne ich die Namen der Kinder. Diese Fotorunde funktioniert aber nur, wenn die Gruppenstärke nicht zu groß ist.

Wenn dann noch Zeit und Sitzfleisch vorhanden sind, dann trete ich danach gegen die Gruppe in einen kleinen Wettbewerb: "Wer kann schneller die Namen aufzählen - entweder die Gruppe (jedes Kind sagt so schnell, wie möglich nacheinander seinen eigenen Namen) oder ich (ich muss mich so schnell, wie möglich an alle Namen der Kinder in der Runde erinnern und alle aufzählen) - die Zeit wird mit dem Mobiltelefon gemessen.

Dieser "Wettkampf" eignet ich auch sehr gut um den zweiten Tag im Kindergarten zu beginnen. Ich führe das Mobiltelefon als meinen Zeitmesser ein - frage die Kinder auch gleich mal, was man noch alles mit so einem Zeitmesser anstellen kann - und dann startet der "Wettkampf". Die Zeit wird aufgeschrieben und das Spiel am nächsten Tag wiederholt. Wenn ich das Spiel mit älteren Kindern (Grundschule) spiele, dann haben sie oftmals auch Lust selbst gegen die Gruppe anzutreten.

Eine weitere Einstiegsmethode, vor allem, wenn sich die Teilnehmenden der Gruppe selbst noch nicht kennen ist die HAND. Alle in der Runde malen ihren Handumriss und schreiben oder malen in jeden Finger eine Sache, die sie über sich erzählen wollen und auf den Handteller schreiben sie ihre Namen - so entsteht eine kleine Galerie, die im Laufe der Woche auch noch erweitert werden kann.

Wenn ihr schöne, erprobte Methoden oder Einstiegsspiele kennt, dann schreibt sie auf, ich probiere sie gern auch aus und berichte über Erfolge.

Sabine


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