Meldung vom 06.02.2019

Medienkompetenz-Preis M-V 2019: Ausschreibung abgeschlossen

01.11.2018 - 18.01.2019

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31 Projekte haben sich in diesem Jahr um den Medienkompetenz-Preis M-V beworben

Zu unserem diesjährigen Auswahlgremium gehören:

  • René Dettmann (Referent für Medienbildung und Offene Kanäle | Medienanstalt Mecklenburg-Vorpommern | Schwerin)
  • Kristin Narr (Medienpädagogin | Leipzig)
  • Monique Herdam (Medienpädagogin | Projektkoordination | Medienwerkstatt Latücht – Film & Medien e.V. | Neubrandenburg)
  • Uwe Kranz (Regionalbeauftragter für Medienbildung | Medienpädagogisches Zentrum des Bildungsministeriums | Schulamtsbereich Schwerin)

Am 7. und 8. Februar 2019 werden diese Jurorinnen und Juroren tagen, ausführlich diskutieren und entscheiden, welche der nachfolgenden Projekte für die Preisjury nominiert werden. Moderiert wird das Auswahlgremium von Christina Höntzsch (Institut für neue Medien Rostock).

 

Diese 31 Projekte haben sich um

den Medienkompetenz-Preis M-V 2019 beworben

 

1. „Die Sendung mit dem Wolf

Projektart: Video-Projekt

Einrichtung: Edith-Stein-Schule Ludwigslust

Ort: Ludwigslust

Das Projekt beschäftigt sich intensiv mit dem Thema „Wolf“: Was ist es für ein Tier, wie lebt es? Wie kam es zur fast gänzlichen Ausrottung in Deutschland? Warum kam der Wolf zu uns zurück, was bedeutet seine Rückkehr für uns? Wie wird er öffentlich wahrgenommen, und warum polarisiert dieses Tier so sehr? Das Ergebnis war die Filmproduktion „Die Sendung mit dem Wolf“.

 

2. „Terrorismus als Kommunikationsstrategie – die RAF und die Medien

Projektart: Medienübergreifendes Projekt

Einrichtung: Goethe-Gymnasium Demmin, Musikgymnasium

Ort: Demmin

Im Rahmen des Projektes „Terrorismus als Kommunikationsstrategie“ wurde die symbiotische Verflechtung von Terror-Ausübenden und Medien am Beispiel der RAF untersucht. Ziel war es, die Schülerinnen und Schüler für kritischen Medienkonsum zu sensibilisieren und die erarbeiteten Kompetenzen an ihre Mitschülerinnen und Mitschüler weiterzugeben.

 

3. „Milch und Mee(h)r

Projektart: Medienübergreifendes Projekt

Einrichtung: Käthe-Kollwitz-Grundschule Greifswald

Ort: Greifswald

Wie kommt die Milch in unser Glas? Die Schülerinnen und Schüler suchten nach der Antwort, interviewten deshalb einen Experten, den Rinderzüchter Augustin, in seinem Betrieb am Greifswalder Bodden. Alles Wissenswerte hielten sie vor Ort in Bild, Schrift und Ton fest. Aus den vielen Informationen entstand am PC eine kurzweilige Beschreibung des „Beherbergungsbetriebes“ der Rinder. Ein Schüler machte Fotos und bebilderte die Broschüre. Eine weitere Gruppe erstellte mit viel Geduld an einen Trickfilm, wobei die Tonaufnahmen am Ende die größte Herausforderung waren.

 

4. „Sagen aus der Region Greifswald

Projektart: Medienübergreifendes Projekt

Einrichtung: Käthe-Kollwitz-Grundschule Greifswald

Ort: Greifswald

Um viele interessante Orte ranken sich seit Jahrhunderten spannende Sagen, die von Generation zu Generation überliefert werden. Die Projektteilnehmenden wählten fünf Sagen aus der Region Greifswald aus, erzählten diese nach, interpretierten und illustrierten sie teilweise. Dabei nutzten sie sowohl „alte“ Medien (Kamishibai) als auch moderne (PC, Kamera). Die Präsentation der Ergebnisse wurde gefilmt, so dass die Ergebnisse jederzeit anderen zugänglich sind. Die Kinder wollten Neugier wecken, dass andere Interessierte die Orte selbst aufsuchen und sich mit den dazugehörenden Geschichten auseinandersetzen. Gleichzeitig wollten die Kinder zeigen, wie man Altes mit Neuem verknüpfen kann.

 

5. „So ein frecher Schlingel

Projektart: Video-Projekt

Einrichtung: Grundschule Ostseeblick Sassnitz

Ort: Sassnitz

Weil die Grundschule eine Nationalparkschule ist, befassen sich die Lernenden sehr oft mit den Themen „Umwelt“ und „Natur“. In diesem Jahr drehten die Kinder dazu einen Spielfilm. An dem Projekt nahmen acht Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgangsstufen 2-4 teil. Sie kannten sich untereinander nicht, waren aber sehr gespannt auf die bevorstehende Woche. Sich mit dem Thema „Medien“ in dieser Form auseinanderzusetzen, war für alle neu. Am Ende entstand etwas Großartiges, von dem noch heute gesprochen wird und auf das alle Beteiligten sehr stolz sind.

 

6. „Hörspielprojekt

Projektart: Audio-Projekt

Einrichtung: Jenaplanschule Rostock

Ort: Rostock

Hörspiele fördern die aktive Zuhörkompetenz, Medienkompetenz, Kreativität und Empathie. Mit Neugierde und Freude arbeiteten die Kinder im Rahmen des vernetzten Unterrichts an einem fächerübergreifenden Projekt. Verschiedene Teil-Elemente von Hörspielen sowie ein Hörspiel als Abschlussergebnis wurden geübt und gestaltet. Dabei gab es viel Teamarbeit und Entscheidungsfreiheit.

 

7. „Das Rätsel der Seegraswiese

Projektart: Video-Projekt

Einrichtung: NABU Mecklenburg-Vorpommern

Ort: Ribnitz-Damgarten

Gemeinsam mit dem NABU M-V und den Kunstwerkstätten Greifswald entwickelten 45 Grundschülerinnen und -schüler der Löwenzahn Schule einen Legetrickfilm zum Thema „Eutrophierung der Ostsee“. Die Kinder erarbeiteten sich, unterstützt vom NABU, ökologisches Hintergrundwissen, entwickelten die Handlung und die Charaktere. Sie lernten das Medium „Trickfilm“ anhand analoger und digitaler Methoden kennen. Während einer Projektwoche setzten die Schülerinnen und Schüler den Dreh um, sprachen selbstentwickelte Dialoge ein und komponierten und produzierten die Filmmusik. Außerdem entstanden Filmplakate und Eintrittskarten für die schulinterne Premiere.

 

8. „Mein Beruf in Tessin

Projektart: Video-Projekt

Einrichtung: Regionale Schule Anne Frank mit Grundschule Tessin

Ort: Tessin

Die Filme, die hier gedreht werden, sind ein Baustein in dem Berufsorientierungskonzept der Schule. Idee ist es, die Schülerinnen und Schüler für eine Ausbildung in ihrer Heimatstadt zu sensibilisieren. Gemeinsam mit den Betrieben und Institutionen vor Ort wird ein Konzept entwickelt und umgesetzt. So geht es in der 8. Klasse mit einem Praktikum los. Die Jugendlichen lernen mindestens drei verschiedene Betriebe kennen. In der 9. Klasse findet die Tessiner Messe statt, und abschließend folgt eine „Berufs-Rallye“ mit den Tessiner Betrieben und Institutionen. Eine Auswertung erfolgt abends mit den Eltern, den Jugendlichen, den Klassenlehrerinnen und -lehrern, der Schulsozialarbeiterin und den Betrieben. Die Filme werden im Vorfeld im AWT-Unterricht eingesetzt.

 

9. „Flucht aus der DDR

Projektart: Video-Projekt

Einrichtung: John-Brinckman-Gymnasium

Ort: Güstrow

Zwei junge Männer sind auf der Flucht aus der DDR, werden aber gefasst. Auf der Grundlage einer wahren Begebenheit, die in einer Stasiakte dokumentiert wurde, entwickelten die Projektteilnehmenden eine Filmidee, um anderen Jugendlichen die DDR-Vergangenheit im Rahmen des Geschichtsunterrichts näher zu bringen.

 

10. „Im Kontakt mit meinen Händen und der digitalen Welt

Projektart: Medienübergreifendes Projekt

Einrichtung: cultura mobile e. V./MGH KULTURBöRSE Gnoien

Ort: Gnoien

Im Projekt gründeten Mädchen und Jungen eine Handwerksfirma. Ihr Produkt wurde mittels neuer Medien fiktiv auf den Markt gebracht. Hierfür entstanden ein Werbeclip und eine Bauanleitung für den YouTube-Kanal der Kulturbörse. Der Erwerb von handwerklichen Fähigkeiten und der Umgang mit digitalen Medien wurden verknüpft.

 

11. „entre le paradis et l'enfer

Projektart: Video-Projekt

Einrichtung: alles-wird-schoen-ev

Ort: Hamburg

Mit 15 verließ er sein Land und begann eine abenteuerliche Reise, um ein besseres Leben zu leben. Dabei ließ er alles hinter sich. Im Rahmen dieses Projektes entstand ein Experimentalfilm mit dokumentarischem Ansatz. Es handelt sich um die Geschichte über einen jungen Mann, der Strapazen auf sich nahm, um eine neue Chance im Leben zu erhalten.

 

12. „Projekt Spiegelbild (Kurzfilm 51 – Fünf eins)

Projektart: Video-Projekt

Einrichtung: et Sozi – Bürgerzentrum Vingst

Ort: Köln

Es wurde ein Kurzfilm (23 Minuten) über wahre Begebenheiten von 20 Jugendlichen aus Köln-Vingst unter professioneller Anleitung produziert. Die Hauptfigur des Filmes (ein gebuchter, professioneller Schauspieler, um die Anonymität der Jugendlichen zu wahren) wurde aus den Erfahrungen und Erlebnissen unserer Jugendlichen kreiert. Damit bot sich die Möglichkeit, autobiografisch aber dabei auch anonym die Lebenswelt unserer Teilnehmenden filmisch darzustellen.

 

13. „TechnoThek – Digital- und Technikkompetenz in kleinen und mittleren öffentlichen Bibliotheken

Projektart: Medienübergreifendes Projekt

Einrichtung: Uwe Johnson-Bibliothek Güstrow

Ort: Güstrow

Unterstützt vom Verein Deutscher Ingenieure wurde im Mittelzentrum Güstrow (M-V) ein Konzept entwickelt und als Pilotprojekt umgesetzt, um die Vermittlungsarbeit von Medien-, Digital- und Technikkompetenz an kleinen öffentlichen Bibliotheken in engen räumlichen und finanziellen Grenzen zu ermöglichen. Mit einem modularen Ansatz soll es je nach Budget und Platz anpassbar sein. Im Bestand wird über Ausprobier-Stationen eine interaktive Komponente in die Bibliothek integriert, und einzelne Objekte werden zur Ausleihe zur Verfügung gestellt, ein Makerspace wird an die Räumlichkeiten angepasst und bibliothekspädagogische Angebote zu einem einfach zu übernehmenden Gesamtkonzept der Informationskompetenzvermittlung ausgeweitet.

 

14. „Jugendmediencamp

Projektart: Medienübergreifendes Projekt

Einrichtung: Jugendpresseverband Brandenburg

Ort: Kratzeburg

Campingplatz – Naturfreund – Medien – Pfingsten. Zum 25. Mal lockte dies 2018 über 100 Jugendliche fünf Tage lang in die 14 Workshops des Jugendmediencamps in Kratzeburg. Dort konnten sie ihre praktischen Fähigkeiten weiterentwickeln sowie aktiv erkunden, wie sie durch ihr Medium manipuliert werden können (z.B. in der Fotografie durch die Perspektivwahl).

 

15. „500 Jahre Reformation – Dem Volk aufs Maul schauen“

Projektart: Video-Projekt

Einrichtung: Sozial-Diakonische Arbeit – Evangelische Jugend/JugendMedienBildung

Ort: Schwerin

Sechs junge Menschen begaben sich auf eine lange Reise in die Vergangenheit. Ihr Ziel war es, herauszufinden, was sich damals, vor 500 Jahren, wirklich zugetragen hat. Wer war dieser Mensch, der es geschafft hat, die mächtigen Kirchenmänner seiner Zeit herauszufordern und das Volk wachzurütteln. Auf jugendliche, humorvolle Weise näherten sich die Teilnehmenden Martin Luther und der Geschichte der Reformation. Neben Interviews, einer Straßenumfrage, einem kurzen Trickfilm und der Vorstellung der ersten lutherischen Kirche in Mecklenburg Vorpommern wurden einige Redewendungen spielerisch von den Jugendlichen in Szene gesetzt. Der so entstandene zeitgemäße und unterhaltsame Film regt junge Menschen an, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen und klärt darüber auf, wie viel Einfluss die Reformation auf unser heutiges gesellschaftliches Leben hat.

 

16. „Die digitale Welt als Chance – Angebote am Bürgerhafen“

Projektart: Medienübergreifendes Projekt

Einrichtung: Pommerscher Diakonieverein e. V./Bürgerhafen

Ort: Greifswald und ländlicher Raum

Es wird viel davon gesprochen, dass der Vereinsamung und dem „Sich abgehängt fühlen“ der älteren Generation, vor allem im ländlichen Raum, entgegengewirkt werden müsse. Dass dies auch durch eine Teilhabe an der digitalen Entwicklung und dem Umgang mit digitalen Medien geschehen kann, zeigt das Engagement der ehrenamtlichen digitalen Botschafter des Bürgerhafens in Greifswald. In verschiedenen Formaten werden älteren Menschen Hilfsangebote unterbreitet, die den Teilnehmenden ermöglichen, digitale Technik zu nutzen und darüber Kontakte zu anderen Menschen, Projekten und Angeboten zu bekommen.

 

17. „Gut gemolken“ Musiksampler

Projektart: Audio-Projekt

Einrichtung: Jugendclub Alte Molkerei

Ort: Güstrow

21 Bands aus der Region M-V präsentieren sich auf einem Musiksampler. Es ist der 5. Sampler, der aus der Jugendarbeit des Filmklub Güstrow e. V. hervorgegangen ist. Mit dabei sind jugendliche Musiker ab zwölf Jahre, aber auch ältere Musiker, welche die Jugendarbeit unterstützt haben. Die Musikvielfalt spiegelt die kulturelle Bandbreite in der ehemaligen Molkerei in Güstrow wider. Jugendclub, Studio und Bands sind dort gemeinsam aktiv.

 

18. „Jugendmediencamp (Kratzeburg)“

Projektart: Medienübergreifendes Projekt

Einrichtung: Inter Medien Networks

Ort: Kratzeburg

Das Jugendmediencamp findet seit über 25 Jahren alljährlich zu Pfingsten in Kratzeburg statt. Es vermittelt Jugendlichen im Alter von 14 bis 24 Jahren umfassende, mediale Kompetenzen. Ausgerichtet wird es von Jugendlichen und jungen Erwachsenen für Jugendliche und junge Erwachsene. Im Rahmen des Camps 2018 wurden 15 Workshops mit verschiedenen Themenschwerpunkten veranstaltet. Hierzu gehörten u. a. die Fotoreportage, das Bewegtbild, die Pressearbeit, Kunst, Webdesign, Gamedesign und Zirkuspädagogik.

 

 

19. „Tiere an Bord“

Projektart: Video-Projekt

Einrichtung: IGA Rostock 2003 GmbH

Ort: Rostock

Im Rahmen des zweiwöchigen Ferienprojekts „Tiere an Bord“ erkundeten 20 Kinder des inklusiven Horts Michaelsschule Rostock in verschiedenen Workshops das Schifffahrtsmuseum mit Blick auf die Tierwelt: Welche Tiere befanden sich früher an Bord und warum? Und: Leben vielleicht heute noch Tiere auf oder im Museumsschiff und wenn ja – welche? Dabei entstand, neben zahlreichen Kunstwerken, auch ein kurzer Trickfilm über einen heldenhaften Hund.

 

20. „DER GREIF“, Rap-Projekt zu Rostock mit Clip-Produktion und Social-Media-Multiplikation

Projektart: Musik-Video-Projekt

Einrichtung: Jugendkunstschule ARThus

Ort: Rostock

Spaß an Musik und Lust aufs Ausprobieren brachte den Kinderchor der Jugendkunstschule ARThus auf die Idee, dem Greif zum 800. Geburtstag von Rostock ein Ständchen zu rappen. Dabei lernten sie über ein halbes Jahr im Kurs mit Unterstützung von Profi-Rapper Tino Bartos (Mauler), wie man Ideen erst in Worte und dann in Reime packt, Beats bastelt und Stück für Stück ein Song entsteht. Dieser wurde in ein Theaterstück über Rostock eingebaut und schließlich bei Auftritten mehrfach auf die Bühne gebracht. Danach ging es in ein richtiges Tonstudio, beim Videodreh mit matics einmal quer durch Rostock und online bis nach Tokio!

 

21.      „Lokale Kulturinseln“

Projektart: Video-Projekt

Einrichtung: Freundeskreis Popkultur e. V.

Ort: Bad Sülze

Lange Wege zu Kulturangeboten, eingeschränkte finanzielle Möglichkeiten und fehlende Motivation sind Faktoren, durch die Jugendliche ländlicher Regionen in ihrer alltäglichen kulturellen Teilhabe eingeschränkt sind. Die Diskrepanz zwischen zentralisierten Kulturstandorten und dem „kulturfreien“ ländlichen Raum soll durch Angebote vor Ort überwunden werden. Eine „Kulturinsel“ ist eine kreative Intervention in eine schwindende Infrastruktur. Jugendliche werden aktiviert und für ihre „Kulturinsel“ am Wohnort begeistert. Eine „Kulturinsel“ entsteht in einem Dorf, einer Kleinstadt, einer Gemeinde, weil Jugendliche sie entwerfen, planen und mit Leben erfüllen. „Kulturinseln“ können sein: ein selbst organisiertes Konzert an einem außergewöhnlichen Ort, die selbst gebaute Skulptur mit Bezug zur Ortsgeschichte, die Theaterwerkstatt in der Bushaltestelle, der Film über das Dorf. Die „Kulturinsel“ ist ein temporäres Kreativzentrum kultureller Bildung, das jederzeit zur weiteren Nutzung ohne räumliche Bindung aktivierbar ist.

 

22. „Jugend gefährdet die Gesundheit“

Projektart: Video-Projekt

Einrichtung: Film Acting School Cologne

Ort: Köln

25 Schauspielschülerinnen und -schüler, zwei Dozierende und ein Profikollege drehten zusammen einen Gruselfilm, um dadurch Ensemblefähigkeit, Support, Durchhaltevermögen und Disziplin zu lernen. Gleichzeitig lernten sie wichtige Regisseure und Filme der Filmgeschichte kennen.

 

23. „WE BUILD THIS CITY! Minecraft Rostock Gaming Projekt“

Projektart: Medienübergreifendes Projekt

Einrichtung: Soziale Bildung e. V./OKJA (Offene Kinder- und Jugendarbeit)

Ort: Rostock

Das Projekt „WE BUILD THIS CITY!“ bezeichnet einen kreativ-gestalterischen, mehrtägigen Gaming-Workshop, basierend auf dem Spiel MineCraft, entstanden und durchgeführt in enger Kooperation des Soziale Bildung e. V. und des Instituts für neue Medien. Als digitale Arbeitsoberfläche diente eine von Studierenden der Universität Rostock erstellte MineCraft-Geo-Map, die die Innenstadt von Rostock virtuell abbildete. Diese ermöglichte die kollektive Auseinandersetzung mit der vertrauten/abgebildeten Umwelt und der Schaffung eines digitalen Raumes für Transformationsideen (inklusive der Möglichkeit der sofortigen „baulichen“ Veränderung der Innenstadt ausgehend von den Bedürfnissen der teilnehmenden Kinder im Alter von zehn bis zwölf Jahren).

 

24. „Klappe gegen Rassismus – Der Film-Ideenwettbewerb für Vielfalt, Zivilcourage und Demokratie in Mecklenburg-Vorpommern“

Projektart: Video-Projekt

Einrichtung: RAA Mecklenburg-Vorpommern e. V.

Ort: Waren (Müritz) und ganz M-V

Das Projekt ermutigte junge Menschen, sich mit Kreativität für Vielfalt und Demokratie – gegen Rassismus und Menschenfeindlichkeit zu positionieren. Jugendliche entwickelten eine Filmidee zum Wettbewerbsthema und setzten diese mit Medienpädagoginnen und Medienpädagogen des Landes selbstständig um. Sie entwickelten dabei ein kritisches Medienbewusstsein und setzten sich mit Rassismus auseinander.

 

25. „Videoprojekt TOLERANZ“

Projektart: Video-Projekt

Einrichtung: TUIMAADA

Ort: Neubrandenburg

2017/2018 wurde das Projekt als medienpädagogisches Angebot für Kinder und Jugendliche (ab zwölf Jahre) aus Neubrandenburg kreiert. Als mobiles Fernsehteam hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit, eigenverantwortlich thematisch orientierte Interviews, Kurzfilme oder Clips zu Themen wie „Geschichte und Migration“ zu produzieren. Durch selbstständige Handlungen, die sich an konkreten Erfahrungen und an der Situation im unmittelbaren Umfeld der Teilnehmenden orientieren, wurde den Jugendlichen ermöglicht, sich auf lebendige Art und Weise mit eigenen und fremden Sichtweisen und Mustern auseinanderzusetzen. Mit dem Video-Projekt leisteten zwei Vereine Aufklärungsarbeit (TUIMAADA Rostock und DIALOG Neubrandenburg). Der selbst produzierte Kurzfilm TOLERANZ wurde im Programm des Rostocker Offenen Kanals Fernsehen (rok-tv) veröffentlicht. Später diskutierten Schülerinnen und Schüler in einem Forum in Neubrandenburg in der interkulturellen Woche.

 

26. „ART CAMP“

Projektart: Video-Projekt

Einrichtung: Soziale Bildung e. V.

Ort: Lärz

Seit dem Jahr 2012 organisiert der Träger Soziale Bildung e. V. in Kooperation mit anderen Vereinen jährlich eine internationale Jugendbegegnung (ART CAMP) mit bis zu 60 Teilnehmenden. Dabei werden in außerschulischer politischer Bildung medien-, theater- und kunstpädagogische Ansätze miteinander verknüpft. Es entstehen Synergien und Effekte, die unter anderem auf vielfältige Weise den Ausbau von Medienkompetenz ermöglichen, der ohne die verschiedenen Komponenten sonst nicht in dieser spezifischen Weise zum Tragen käme. In diesem Rahmen kann das Projekt bereits auf sieben erfolgreiche Jahre zurückblicken, in denen ein regionales, nationales und internationales Netzwerk nachhaltig gewachsen ist und Impulse in der medienpädagogischen Landschaft gesetzt hat. Das Projekt geht dabei bewusst den Weg, Kunstformen nicht isoliert zu fokussieren, sondern zusammenzubringen und kooperativ an einem Produkt zu arbeiten. Das Projekt nimmt damit Impulse auf, die sich an aktuellen kulturellen Praktiken orientieren, in denen Kunstformen vielfältig miteinander interagieren und Medienkompetenz als Querschnitt kultureller Praxis verstanden wird.

 

27. „Umweltkrimi“

Projektart: Video-Projekt

Einrichtung: Latücht – Film & Medien e. V.

Ort: Carpin

Junge Menschen gingen Fragen zu Klima und Umwelt mit der Kamera auf den Grund und kamen dabei zu neuen Erkenntnissen. Umweltschutz bedeutet nicht allein, Bäume „zu päppeln“ und Wale zu schützen, damit die Umwelt sich in eine Bilderbuchlandschaft verwandelt. Umweltschutz beginnt im Kleinen. Der Wald diente den Jugendlichen als Fundus zum Geschichtenerzählen - das war das Motto des Winterferienworkshops, mit dem Anfang 2018 in das Projekt gestartet wurde. Es entstand letztlich ein spannender Umweltkrimi.

 

28. „Märchenminute“

Projektart: Audio-Projekt

Einrichtung: Kulturnetzwerk e. V./Radio LOHRO

Ort: Rostock

Jeder kennt sie: den Märchenonkel oder die Märchentante. Radio LOHRO möchte sie wiederbeleben. Dazu produziert der nichtkommerzielle Lokalsender Rostocks mit Kindergartenkindern und Älteren aus entlegenen Stadtteilen zehn Märchen-Hörspiele, die im Radioprogramm auf Radio LOHRO 90,2 hörbar werden und der Öffentlichkeit als Download oder auf Sticks zur Verfügung gestellt werden. Der Lokalsender LOHRO lädt Ältere und Kinder generationenübergreifend dazu ein, das Kulturgut „Märchen“ unter fachlicher Anleitung eines Radio-Profis zu Mini-Hörstücken zu verarbeiten und fördert so Medienkompetenz bei Alt und Jung gleichermaßen.

 

29. „Kindermediengruppe ‚Filmspatzen‘ im Filmbüro MV“

Projektart: Medienübergreifendes Projekt

Einrichtung: Medienwerkstatt Wismar im Filmbüro MV

Ort: Wismar

Die Kindermediengruppe „Filmspatzen“ ist ein kontinuierlicher wöchentlicher Nachmittagskurs im Filmbüro MV, der jeden Montag angeboten wird. Dabei kommen Kinder im Alter von sieben bis zwölf Jahren für zwei Stunden zusammen, um sich an unterschiedlichsten Formen von Medienprojekten auszuprobieren. Die Kinder haben die Möglichkeit, unter pädagogischer Anleitung die technischen Mittel der Medienwerkstatt zu nutzen, ihre Kreativität frei zu entfalten und den eigenen Ideen und Inhalten zu folgen. Neben der Gestaltung und Nutzung von Medien erfahren die Kinder altersgerechtes Wissen über Medien und Mediensicherheit. Es wird der pädagogische Ansatz Peer-to-Peer angewendet. Das stetige Einbeziehen der Eltern ist fester Bestandteil des Konzeptes.

 

30. Kitaprojekt „AMEISENKINDER“

Projektart: Video-Projekt

Einrichtung: Medienwerkstatt Wismar im Filmbüro MV

Ort: Wismar

Der von Kindern selbst produzierte Stop-Motion-Film „AMEISENKINDER“ entstand im Rahmen einer Projektwoche, die die Medienwerkstatt Wismar zusammen mit der Kita „Am Holzhafen“ in Wismar durchführte. Das Thema der Woche war „Getrennte Elternhäuser und Veränderung“. Die Geschichte des Films wurde gemeinsam mit den Kindern entwickelt. Die Impulse zur Story und die Hauptfiguren kamen von ihnen selbst sowie auch die Kulisse für ihren Film. Anschließend erstellten sie einen eigenen Trickfilm und nahmen ihre Stimmen und Geräusche auf. Präsentiert wurde der Film in der Kita und auf dem Kinderfilmfest NAUTILUS. An einem Elternabend konnten das Kitapersonal und die Eltern sich über das Thema „Medienkompetenz“ informieren. Dieser hatte das Ziel, gemeinsam über die Mediennutzung der Kinder und auch der Eltern zu sprechen sowie über Möglichkeiten von Medienbildung in der Familie und in der Kita zu informieren. Die Projektarbeit wurde auch gleichzeitig als praktisches Fortbildungsformat für die Erziehenden genutzt, u.a. durch ihre aktive Teilnahme an der Projektwoche und/oder Hospitation. Die Erziehenden erstellten im Anschluss eine mediale Projektdokumentation, welche öffentlich in der Kita ausgestellt wurde.

 

31. „Mediale Welten gestalten“

Projektart: Medienübergreifendes Projekt

Einrichtung: Medienwerkstatt Wismar im Filmbüro MV

Ort: Wismar

Das Projekt beschäftigte sich sinnvoll mit dem kreativen Spielen – auf die unterschiedlichste Weise – in der Medienwelt. Natürlich wurde dabei das eine oder andere Game getestet. Nebenbei wurden „Let's Plays“ und andere Filmbeiträge erstellt. Die Jugendlichen hatten die Möglichkeit, unter pädagogischer Anleitung die technischen Mittel der Medienwerkstatt zu nutzen, ihre Kreativität frei zu entfalten und den eigenen Ideen und Inhalten zu folgen. Neben der Gestaltung und dem Nutzen von Medien wurde den Teilnehmenden altersgerecht Wissen über Medien und Mediensicherheit vermittelt. Die Medienwerkstatt bot die Möglichkeit, sich während des Spielens auszutauschen und auf die gespielten Formate einzugehen (Mediennutzung, -gestaltung und -kritik).


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