Meldung vom 07.02.2018

28 Projekte haben sich in diesem Jahr um den Medienkompetenz-Preis M-V beworben

07.02.2018 - 07.02.2018

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28 Projekte haben sich in diesem Jahr um den Medienkompetenz-Preis M-V beworben

 

Zu unserem diesjährigen Auswahlgremium gehören:

  • René Dettmann (Referent für Medienbildung und Offene Kanäle | Medienanstalt Mecklenburg-Vorpommern)
  • Henning Fietze (Leiter Medienkompetenz | Offener Kanal Schleswig-Holstein)
  • Rüdiger Prehn (Regionalbeauftragter für Medienbildung im Bereich Neubrandenburg des Instituts für Qualitätsentwicklung Mecklenburg-Vorpommern)
  • Peter Hofmann (Projektmitarbeiter | Serviceagentur Ganztägig lernen M-V, Regionale Arbeitsstelle für Bildung, Integration und Demokratie [RAA] M-V e.V.)

 

Am 06. Februar 2018 tagten diese Juroren in Rostock, diskutierten ausführlich und entschieden, welche der nachfolgenden Projekte für die Preisjury nominiert wurden. Moderiert wurde das Auswahlgremium vom Katharina Bluhm (Jugendmedienverband M-V).

 

 

Diese 28 Projekte haben sich um

den Medienkompetenz-Preis M-V 2018 beworben

 

1. „Mia und die Eule

Projektart: Video-Projekt

Einrichtung: Hochschule Mainz

Ort: Mainz

Die 8-jährige Mia begibt sich auf eine Reise, um eine Eule zu fangen. Sie will damit das letzte Versprechen einlösen, das sie ihrer älteren Schwester gegeben hat, die gerade an Krebs gestorben ist. In Mias Fantasie kann die Eule ihrer Schwester Nachrichten überbringen. „Mia und die Eule“ ist ein Projekt, das die Zuschauenden in Mias Fantasiewelt entführt. Auch nicht betroffene Kinder kann der Film zur Auseinandersetzung mit dem Tod anregen und ihnen helfen, Ängste abzubauen.

 

2. „Demokratie-Rally 2017

Projektart: Video-Projekt

Einrichtung: Steuerrad Nord e.V.

Ort: Mecklenburg-Vorpommern – Landkreis Rostock

Das durch den Verein Steuerrad Nord e.V. konzipierte Demokratieprojekt wurde mit der Erstellung eines Dokumentar-Begleitfilms erweitert und um medienpädagogische Aspekte ergänzt. Der „Spaßfaktor“ wurde erhöht und damit die Nachhaltigkeit des Projektthemas verstärkt. Bei der so entstandenen „Demokratie-Rally“ wurden verschiedene Menschen aus Politik und Wirtschaft besucht, kennengelernt und interviewt. Dabei erlebten die 26 Jugendlichen angewandte Demokratie durch authentische, interessante, wichtige Persönlichkeiten aus verschiedensten Branchen und Bereichen der demokratischen Gesellschaft. Alle Treffen, Gespräche und Interviews wurden gefilmt, der Ton aufgenommen und das Material dann zu einem kurzen Dokumentarfilm verarbeitet. Dieser Film kann Kinder, Jugendliche und Erwachsene motivieren, sich aktiv an der Gestaltung eines demokratischen Zusammenlebens zu beteiligen und sich als wichtigen Teil der Gesellschaft zu erfahren. Technische und kommunikative Aspekte des Films laden zum Nachahmen ein und fördern so die Meinungsäußerung mit Hilfe von Medien, z.B. in Offenen Fernsehkanälen oder im schulischen Umfeld. Die Jugendlichen erhalten einen Ansporn, Medien selbst kreativ und nachhaltig zu gestalten, indem sie selbst Filme drehen.

 

3. „Filmprojekt ‚Suchaktion in Zingst‘

Projektart: Video-Projekt

Einrichtung: Kita „Muschelsucher“ Zingst

Ort: Zingst

Ziel des Projektes war eine Filmproduktion über den Heimatort Zingst. Diese Aktion wurde langfristig geplant und vorbereitet. Kinder der Foto-AG im Hort waren unterwegs und fotografierten markante und für Kinder bedeutsame Gebäude des Seeheilbades. In der Woche vor dem eigentlichen Projektbeginn waren die Kinder mit dem Zingster „Ortserklärer“ Ben Buddel unterwegs, um interessante Orte zu besuchen, zu erkunden und zu entdecken. Dazu gehörten die Tauchgondel, das Experimentarium, das Heimatmuseum, der Hafen sowie ein Kinderspielplatz. Alle gesammelten Infos wurden am Flipchart dokumentiert und waren wichtige Grundlage für die Entwicklung der Filmgeschichte. In Zusammenarbeit mit dem Medientrecker Fernsehen der Medienanstalt M-V gestalteten die Kinder die Hintergründe und agierenden Figuren sowie die Vertonung.

 

4. „ART-CAMP

Projektart: Video-Projekt

Einrichtung: Soziale Bildung e.V.

Ort: Lärz, Rostock

Seit dem Jahr 2012 organisiert der Träger Soziale Bildung e.V. in Kooperation mit anderen Vereinen jährlich ein internationales ART-CAMP. Bis zu 60 Jugendliche aus den Ländern Deutschland, Frankreich, Spanien, Polen und Italien können dabei an interaktiven und kreativen Workshops in den Bereichen „Musik“, „Theater“, „Medien“ und „Kunst“ teilnehmen. Thematisch wurde sich 2017 unter dem Motto „CHANGING THE CHANGE“ mit gesellschaftlichen Veränderungen und deren Folgen auseinandergesetzt. Das Projekt kann bereits auf fünf erfolgreiche Jahre zurückblicken, in denen ein regionales, nationales und internationales Netzwerk entstanden und nachhaltig gewachsen ist. Das ART-CAMP 2018 ist bereits in Planung.

 

5. „Schulkonzert

Projektart: Video-Projekt

Einrichtung: Medienwerkstatt Jabel

Ort: Jabel, Malchow

Die Musiklehrenden der Fleesenseeschule Malchow probten mit dem Chor und Einzelinterpreten für musikalische Aufführungen. Mitarbeitende der Medienwerkstatt Jabel trainierten parallel hierzu mit Schülerinnen und Schülern die Bedienung von Kameras, das Filmen und Schneiden. Eine dritte Gruppe bereitete sich darauf vor, die Technik (Mischpult, Mikrofone, Boxen) während der Konzerte zu bedienen. In der Aula der Schule fanden mehrere Probekonzerte statt, bei denen die Technik zum Einsatz kam und die Schülerinnen und Schüler Tonaufnahmen sowie Video-Mitschnitte anfertigten. In einem weiteren Schritt sichten nun alle Teilnehmenden unter pädagogischer Anleitung das audiovisuelle Material. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren und verbessern unter pädagogischer Anleitung ihr Handeln.

 

6. „Guck doch mal! Ein Medien-Märchen für die ganze Familie

Projektart: Print-Projekt

Einrichtung: HaNeP - Medienpädagogik UG

Ort: Rostock

„Guck doch mal!“ erzählt einen typischen Tag im Leben des kleinen Bienenjungen Hannes. Seine Mama bringt ihn morgens zum Kindergarten. Er sieht etwas Außergewöhnliches und will es ihr zeigen. Sie aber hält den Blick starr auf ihr Smartphone gerichtet. Das bleibt nicht ohne Folgen ... Fabel, Spielanregung, Denkanstoß, Lied, Achtsamkeitstraining – all das findet sich in diesem voll illustrierten Medien-Märchen. Zum Vorlesen, Mitdenken und Nachfühlen für kleine und große Menschen.

 

7. „Social Spots

Projektart: Video-Projekt

Einrichtung: Medienwerkstatt Identity Films e.V.

Ort: Stralsund, Rügen, Greifswald

Auch in der Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen zeichnen sich gesellschaftliche Ungerechtigkeiten und gefährdende Phänomene ab. Durch die Digitalisierung haben sich zwar viele neue Möglichkeiten und Chancen aufgetan, auf der anderen Seite jedoch auch neue Abgründe und Formen „alter“ Probleme.

Im Rahmen des medienpädagogischen Projektes haben sich die Teilnehmenden mit den Themen „Chancenungleichheit in der Bildung“, „Umweltverschmutzung“ und „Kettenbriefe in Messengern“ inhaltlich auseinandergesetzt. Um ihrer Meinung eine „Stimme zu verleihen“ und ein Bewusstsein für Missstände und Probleme in der Gesellschaft zu schaffen, haben sie sich für das Stilmittel des Social Spots entschieden. Die präventiven Spots können via Internet, aber auch bei öffentlichen Veranstaltungen sowie auf Kampagnen präsentiert werden.

 

8. „VeRa ein Radioprojekt der Bildungsinitiative verquer.

Projektart: Audio-Projekt

Einrichtung: Kultur- und Initiativenhaus Greifswald e.V.

Ort: Greifswald

Im Greifswalder Lokalprogramm radio 98eins sendet das Radioprojekt VeRa alle zwei Wochen eine 60-minütige Livesendung mit Themen, die gleichzeitig globale und lokale Relevanz haben. Seit Projektbeginn entstanden so über 50 Sendungen. Die Musikauswahl erfolgt passend zum Thema und wird durch umfassend recherchierte An- oder Abmoderationen in den thematischen Rahmen der Sendung eingebettet. Das engagierte Projekt wird „getrieben“ von den Themen des Lebens, die Einzelne zwar nicht immer direkt betreffen, jedoch Interesse wecken und es verdienen, gehört zu werden. Diese Art Radio füllt in der Hörfunklandschaft Vorpommerns thematische Lücken und ist einzigartig und nachhaltig. Die Liebe zum Radiomachen ist hör- und spürbar.

 

9. „Bab Scharki – arabische Radiosendung mit MigrantInnen in Rostock

Projektart: Audio-Projekt

Einrichtung: Radio LOHRO / Kulturnetzwerk e.V.

Ort: Rostock

Seit Mai 2017 läuft die arabische Sendereihe „Bab Scharki“ im Programm des nichtkommerziellen Lokalradios LOHRO in Rostock und Umgebung. Sendungsmacher sind syrische, irakische und kurdische Geflüchtete in Rostock, welche die arabische Community in Rostock über Ausbildungs- und Arbeitsmöglichkeiten, Wohnungs- und Kita-Suche oder den Erhalt von Sprachzertifikaten informieren, ebenso über lokale News, deutsche Gesetze und europäische Gepflogenheiten. Alle arabisch sprechenden Rostockerinnen und Rostocker sind eingeladen, in der Sendung mitzuwirken: Redaktionsleiter Bassam Al Jandali führt Interessierte in die Radioarbeit ein und hilft ihnen, ihre eigenen Interessensgebiete zu Radiobeiträgen zu verarbeiten, die in der Sendung ausgestrahlt werden. Auch Radiokurse mit arabischer Übersetzung werden von Radio LOHRO und Fachanleiter Bassam Al Jandali angeboten. So gibt das nichtkommerzielle Lokalradio Menschen mit Migrationshintergrund eine öffentliche Stimme, vermittelt berufsorientierend Grundkenntnisse der medialen Arbeit und informiert die arabische Community in Rostock u.a. darüber, wie sie sich optimal in die hiesige Gesellschaft integrieren kann.

 

10. „Wünsch dir was! – Auf medialer Entdeckungsreise durch das Museum

Projektart: Video-Projekt

Einrichtung: RAA Mecklenburg-Vorpommern (RAAbatz Medienwerkstatt und Young European Cultural Audience Development - YEAD)

Ort: Waren (Müritz)

Das Ziel des Projektes ist es, benachteiligten Jugendlichen den Zugang zu Kultur, Medien und somit zur Bildung zu ermöglichen. Eine Gruppe minderjähriger, unbegleiteter Flüchtlinge, die zu diesem Zeitpunkt erst wenige Wochen in Deutschland waren, begab sich auf eine mediale Entdeckungsreise durch das Müritzeum in Waren. Das Projekt bot den Teilnehmenden u.a. die Möglichkeit, sich Räume (im Museum) zu erschließen, neue Ausdrucksmöglichkeiten (filmische Grundlagen) kennenzulernen, sich für die deutsche Sprache zu öffnen und durch die medienpädagogische Projektarbeit Selbstvertrauen aufzubauen. Das Projekt verlief in vier Phasen:

1. Kennenlernen der filmischen Ausdrucksmöglichkeiten und Grundlagen der Filmgestaltung,

2. Kennenlernen des Museums als neue Lebenswelt,

3. Entwicklung eines filmischen Konzeptes und Umsetzung (Dreharbeiten) bis hin zum Filmschnitt, 4. Organisation und Durchführung einer Premiere der Filme im schulischen Umfeld.

Entstanden sind drei kurze Filme, welche die Zuschauenden an den Entdeckungen der jungen Leute teilnehmen lassen. Das medienpädagogische Filmprojekt fand im Rahmen einer Kooperation der RAA Mecklenburg-Vorpommern (RAAbatz Medienwerkstatt Mecklenburg-Vorpommern und Young European Cultural Audience Development - YEAD) in enger Kooperation mit dem Regionalen Beruflichen Bildungszentrum Müritz und dem Müritzeum statt.

 

11. „Das Phänomen

Projektart: Video-Projekt

Einrichtung: Sophie Medienwerkstatt e.V.

Ort: Hagenow

Ziel des Projekts war die Verfilmung eines Gedichts von Hanns-Dieter Hüsch, welches das Thema „Rassismus“ reflektiert. Umgesetzt wurde die Filmidee mit 22 Schülerinnen und Schülern verschiedener Altersgruppen aus acht Schulen in Hagenow, Wittenburg und Schwerin. Im Rahmen des Wettbewerbs „Klappe gegen Rassismus“ wurde die Filmidee mit den Schülerinnen und Schülern entwickelt und ausgestaltet. Bei der Umsetzung wurden viele Animationsstile eingesetzt, um den Teilnehmenden eine große Brandbreite filmischer Möglichkeiten zu vermitteln. Dabei wurden sieben Kooperationspartner eingebunden, welche nach den Vorgaben der Schülergruppe mit den Kindern Requisiten und Inhalte für die Umsetzung gestalteten.

 

12. „Syrisches Mehl

Projektart: Video-Projekt

Einrichtung: MLP Filmgruppe

Ort: Greifswald

In dem Filmprojekt lernten Auszubildende – Mediengestalter für Bild und Ton, zwei Kameramänner (ein Deutscher und ein Portugiese), eine Theaterschauspielerin und drei syrische Geflüchtete – einander und das Medium „Kurzfilm“ kennen. Ursprung war das Anliegen eines der Geflüchteten, eine seiner traumatischen Geschichten aus Syrien zu verfilmen. Die Teilnehmenden lernten den gesamten filmischen Produktionsprozess von den ersten Gesprächen, über das Erstellen des Drehbuches und des Storyboards bis hin zum Arbeiten am Set kennen. Hierbei standen Licht, Ton, Schauspiel vor der Kamera und die Kameraarbeit im Fokus. Eine besondere Herausforderung war die Kommunikation: Ein Syrer mit fortgeschrittenen Sprachkenntnissen in Deutsch und Englisch konnte als Übersetzer aushelfen. Der Film wurde in Arabisch mit deutschen Untertiteln erstellt.

 

13. „FiSH-Live-TV 2017

Projektart: Video-Projekt

Einrichtung: Institut für neue Medien

Ort: Rostock

Der Workshop „FiSH-Live-TV 2017“, der das 14. Filmfestival im StadtHafen in Rostock begleitete, richtete sich an junge Kreative und medieninteressierte Jugendliche. Den bis zu 25 Teilnehmenden, die ihre Ergebnisse im Live-TV direkt verfolgen konnten, wurde eine große Bühne mit bis zu 4000 Gästen geboten. Durch eine vorherige Einführung in Kamera- und Videotechniken und eine pädagogisch-fachliche Begleitung wurde den Jugendlichen die Welt der Medien direkt im großen Rahmen nahegebracht, und sie konnten sich aktiv und kreativ in die Gestaltung des Filmfestivals einbringen. Dabei spielte neben der Medienkompetenz-Förderung der Ausbau sozialer Kompetenzen ebenso eine wichtige Rolle: Erfahrene Teilnehmende gaben hier ihr Wissen an weniger Erfahrene weiter. Durch die Anbindung an das FiSH sollte den Teilnehmenden vor allem eine greifbare und praktische Basis für ihr Medienschaffen geboten werden, damit sie nicht nur ihre Ergebnisse und deren unmittelbare Wahrnehmung, sondern auch Reaktionen darauf miterleben konnten. Im dabei entstehenden (Weiter-)Bildungsprozess wurde eine fundierte theoretische und praktische Wissenssammlung über Medien und deren Entstehungsprozesse gesammelt und gefestigt, damit die Teilnehmenden ihr erlerntes Wissen auch in anderen Bereichen ohne den FiSH-Kontext reproduzieren können.

 

14. „MIT.DENKEN - MIT.MISCHEN - eine Ausstellung zu Themen globaler Gerechtigkeit von, für und mit SchülerInnen in Vorpommern

Projektart: Medienübergreifendes Projekt

Einrichtung: verquer im Kultur- und Initiativenhaus Greifswald e.V.

Ort: Vorpommern

Die Ausstellung „MIT.DENKEN - MIT.MISCHEN“ zeigt Ergebnisse aus zwei Jahren Projektarbeit von verquer mit über 40 Schulklassen und Jugendgruppen in Vorpommern. Die Jugendlichen beschäftigten sich mit Themen globaler Gerechtigkeit und entwickelten dazu Hörbeiträge, Plakate, Flyer und viele andere mediale Produkte. Die Beiträge der Jugendlichen werden ergänzt mit Hintergrundinformationen zu den Themen „Kleidung“, „Menschenrechte“, „Ernährung“, „Migration“ und „Wasser“. In der Ausstellung geht es aber nicht nur um diese konkreten Inhalte. Sie soll auch Gedanken „anstoßen“, wie jede/r Einzelne sich hier in Vorpommern mit medialer Unterstützung für mehr globale Gerechtigkeit einsetzen und sich einmischen kann. Die Ausstellung wurde in Anklam, Greifswald und Bergen gezeigt und ist nun bei verquer ausleihbar.

 

15. „ß-Kongress

Projektart: Medienübergreifendes Projekt

Einrichtung: Jugendmedienverband MV e.V.

Ort: Rostock

Der Schülerzeitungskongress bot Workshops, Austauschrunden und Einblicke hinter die Kulissen des Journalismus. Neben den Basisthemen, wie „Redaktionsorganisation“ oder „Schreibstil“, wurde auch Crossmediales wie „Social Media“ oder „Film“ angeboten, professionelle Journalistinnen, Journalisten, Referentinnen und Referenten standen Rede und Antwort. Organisiert wurde dieser ß-Kongress von jungen Aktiven des Jugendmedienverbandes, unterstützt von der Landesinformationsstelle Schülerzeitung und vielen ehrenamtlich Helfenden.

 

16. „Kindermediengruppe Filmspatzen

Projektart: Medienübergreifendes Projekt

Einrichtung: Filmbüro MV

Ort: Wismar

Die Kindermediengruppe „Filmspatzen“ ist ein wöchentlicher Nachmittagskurs im Filmbüro MV. Kinder im Alter von 7 bis 12 Jahren kommen hier für zwei Stunden zusammen, um an unterschiedlichsten Medienprojekten (Film, Foto, Hörbuch, Game, Multimedia, Internet) zu arbeiten und sich auszuprobieren. Die Kinder haben die Möglichkeit, unter pädagogischer Anleitung, die technischen Mittel der Medienwerkstatt zu nutzen, ihre Kreativität frei zu entfalten und den eigenen Inhalten zu folgen. Sie werden an den Prozess einer Filmproduktion – von der Ideenentwicklung bis zur Präsentation vor Publikum – herangeführt. Es wird der pädagogische Ansatz „Peer-to-Peer“ angewendet.

 

17. „Eine Mär aus der Büdnerei – Der Bauer und seine sprechenden Tiere

Projektart: Video-Projekt

Einrichtung: Atelier Transparente Welten – Daniela Melzig

Ort: Schwerin-Mueß

„Eine Mär aus der Büdnerei – Der Bauer und seine sprechenden Tiere“ ist ein medienpädagogisches Filmprojekt von Daniela Melzig im Rahmen von „Kultur macht Stark – Bündnisse für Bildung“, gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, betreut durch den Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler e.V. Die drei Kooperationspartner – das Freilichtmuseum Schwerin-Mueß als Antragsteller, die Kita gGmbH und der Klöndor e.V. – waren zu Gast im Offenen Kanal Fernsehen in Schwerin. Sie ergänzten dort ihre musealen Filmaufnahmen mit Animationssequenzen, fügten diese zusammen und vertonten sie. Historische Kulissen dienten als Grundlagen für Geschichten und Fantasien, erzählten das Leben von Gestern aus der Sicht der Kinder. Zauberszenen wurden mit Knetfiguren animiert und ließen eine fantasievolle Welt entstehen. Die Kinder kreierten Dialoge, Geschichten und Kulissen  selbst, erhielten Unterstützung im Schnitt und in der Vertonung ihres Filmes. Gekonnt setzten sie neu gelernte Kameraperspektiven und Effekte um und erstaunten am Filmset mit Geduld und Ausdauer, um jede Minute perfekt in Szene zu setzen.

 

18. „Kitaprojekt ‚ICH BIN BALD EIN SCHULKIND‘

Projektart: Video-Projekt

Einrichtung: Medienwerkstatt Wismar im Filmbüro MV

Ort: Wismar

Der von Kindern selbst produzierte Stop-Motion-Film „ICH BIN BALD EIN SCHULKIND“ entstand im Rahmen einer Projektwoche, welche die Medienwerkstatt Wismar zusammen mit der Kita „Am Holzhafen“ in Wismar durchführte. Das Thema der Woche war die „Einschulung“. Die Geschichte des Films wurde gemeinsam mit den Kindern entwickelt. Die Hauptfiguren und die Kulisse für ihren Film bastelten die Kinder selbst. Anschließend erstellten sie damit die Bilder für ihren eigenen Trickfilm und nahmen ihre Stimmen und Geräusche auf. Präsentiert wurde der Film in der Kita und auf dem Wismarer Kinderfilmfest NAUTILUS. Auf einem Elternabend konnten sich das Kitapersonal und die Eltern über das Thema „Medienkompetenz“ informieren. Der Abend hatte zum Ziel, gemeinsam über die Mediennutzung der Kinder und auch der Eltern zu sprechen und über die Möglichkeiten für Medienbildung in der Familie und in der Kita zu informieren. Dabei waren sich alle einig, dass auch die Jüngsten schon fleißig die Medienwelt nutzen und das Thema „Medienbildung“ in der Kita ein wichtiges Anliegen ist.

 

19. „Filmgarten im Filmbüro MV

Projektart: Video-Projekt

Einrichtung: Medienwerkstatt Wismar im Filmbüro MV

Ort: Wismar

Das Projekt „Filmgarten“ verbindet Natur mit Medien. Es macht auf die kulturelle Kinokultur aufmerksam. Die Themen „Natur“ und „Umwelt“ werden Kindern, Jugendlichen und deren Familien über das Medium „Film“ und unter dem Slogan „Sehen, verstehen, machen, zeigen“ aktiv erlebbar gemacht. Dazu gehört, dass die Teilnehmenden professionelle Filme (Reportagen, Spielfilme) aus dem Genre Naturfilm im Kino des Filmbüros MV sehen. Darüber hinaus sollen sie selbst Filme oder Fotos mit ökologischem Inhalt produzieren, wobei der Filmgarten als Kulisse und Informationsquelle dient. Anschließend werden diese selbst produzierten Filme auf der Kinoleinwand vor Publikum aufgeführt und bieten Anlass zur gemeinsamen Diskussion über Natur und Umwelt. Nachhaltigkeit ist uns sehr wichtig, das Langzeitprojekt – im Jahr 2014 ins Leben gerufen – wird auch in den kommenden Jahren fortgesetzt.

 

20. „Bienenstock – eine digitale Erweiterung für den Schulunterricht

Projektart: Web 2.0-Projekt

Einrichtung: Bienenstock-Team

Ort: Wismar

„Bienenstock“ ist der Titel einer webbasierten App, die im Rahmen einer Diplomarbeit erstellt wurde. Die App beinhaltet ein Medienkonzept, das Lehrenden und Lernenden eine Möglichkeit gibt, digitale Medien in den Unterricht zu integrieren. Sie stellt vertiefende Themeninhalte, festigende Übungsaufgaben für die gesamte Klasse und Tools zur Wissens- und Meinungsabfrage für den Unterricht bereit. Diese werden getrennt in den drei aufeinander aufbauenden Rubriken „Entdecken“, „Ausprobieren“ und „Zeigen“ angeboten. Die App verbindet die verbale und digitale Kommunikation, indem sie beispielsweise digitale Aufgaben stellt und eine mündliche Auswertung in der Klasse oder im Team erfolgt. Das Konzept ist für die Klassenstufen 7 bis 9 gedacht und soll in verschiedenen Fächern angeboten werden.

 

21. „Gemeinsam statt einsam – ‚Ein lustiges Tierquartett‘

Projektart: Medienübergreifendes Projekt

Einrichtung: Käthe-Kollwitz-Grundschule Greifswald, Klasse 3b

Ort: Greifswald

Kinder wachsen heute ganz selbstverständlich mit Medien auf, sie nutzen diese und sind besonders im Internet vielen ungeahnten Risiken ausgesetzt. Deshalb ist es enorm wichtig, sie von Anfang an zu begleiten und an einen sicheren Internet-Umgang heranzuführen. Ihnen muss gezeigt werden, wie sie sich selbst schützen können und die Rechte anderer nicht verletzen. Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 3b der Käthe-Kollwitz-Grundschule Greifswald entwickelten im Herbst 2017 gemeinsam „Ein lustiges Tierquartett“. Das dafür benötigte Bildmaterial wurde im Kunstunterricht in Form von Materialcollagen selbst gestaltet, anschließend eingescannt und am PC in einer PowerPoint-Präsentation entsprechend des „Medienfahrplanes“ der Schule für die 3. Klassen weiterverarbeitet. Das Hinzufügen geeigneter Texte stellte eine besondere Herausforderung dar und offenbarte allen, wie sich hierdurch die jeweilige Bildaussage manipulieren lässt. Auf Karton im A8-Format ausgedruckt und in selbst gebastelten Schachteln verpackt, liegt durch die Arbeit mit Medien nun ein neues Medium vor, das nicht nur von den „Produktentwicklern“ gern in die Hände genommen wird, sondern überall gespielt werden kann, weil es von Anfang an konsequent dem Motto folgte: „Gemeinsam statt einsam!“

 

22. „Terrorismus als Kommunikationsstrategie – die RAF und die Medien

Projektart: Medienübergreifendes Projekt

Einrichtung: Goethe-Gymnasium Demmin, Musikgymnasium

Ort: Demmin

Der Projektfachkurs der Klassenstufe 11 trägt den Titel „Geschichte in Bildern und Filmen“ und beschäftigt sich in diesem Schuljahr mit dem Thema „Terrorismus“ und dessen Beziehung zu den Medien. Der Fokus liegt insbesondere auf der Frage, wie Terroristen Medien für ihre Zwecke nutzen und welche Möglichkeiten Medien haben, z.B. über Attentate zu berichten, ohne die Terroristen und deren Absichten zu unterstützen. Anlässlich des 40. Jahrestages des „Deutschen Herbstes“ 1977 untersuchen wir unsere Fragestellung am Beispiel der linksterroristischen RAF, um aus der Geschichte Lehren für die Gegenwart zu ziehen. Unser Projekt gliedert sich in vier Phasen: 1. Allgemeine Beschäftigung mit dem Phänomen des Terrorismus und der Geschichte der RAF sowie deren wichtiger Beziehung zu den Medien,

2. Erstellen einer Präsentation für mobile Endgeräte wie Tablet oder Smartphone für Jugendliche,

3. wissenschaftliche Filmanalyse am Beispiel des Films „Der Baader Meinhof Komplex“ von 2008,

4. Entwicklung eines Projekttages zum Thema „Linksterrorismus“ und dessen Beziehung zu den Medien für die Mitschülerinnen und Mitschüler in Klassenstufe 10, der im Frühjahr 2018 von den Jugendlichen der Klasse 11 durchgeführt wird. An diesem Tag sollen die aktuelle Terrorismusdebatte, die Präsentation sowie unsere Auseinandersetzung mit dem Film „Der Baader Meinhof Komplex" dargestellt werden.

 

23. „Patenschaften auf Augenhöhe – Der Trickfilm

Projektart: Video-Projekt

Einrichtung: Grundschule „Greif“

Ort: Greifswald

31 Kinder deutscher und nichtdeutscher Herkunft der Klassenstufe 2 begegneten sich seit März 2017 im Projekt „Patenschaften auf Augenhöhe“ der Stiftung Bildung. Eine Gruppe von 16 Schülerinnen und Schülern aus Syrien, Afghanistan, der Ukraine und Deutschland stellten in einem Trickfilm ihre Patenschafts-Erlebnisse dar. Sie beschrieben, was eine Patenschaft auf Augenhöhe bedeutet. Hilfreich zur Seite standen ihnen Mitarbeitende der Jugendkunstschule Greifswald, eine ehrenamtliche Mitarbeiterin, eine syrische Mutter und die Schulsozialarbeiterin. Die Stadtbusfahrten zu den Kunstwerkstätten wurden von den Stadtwerken Greifswald gesponsert. Das gemeinsame Erleben, Verantwortung für die Paten zu übernehmen, deren Stärken und Schwächen kennenzulernen, andere Kulturen und Traditionen authentisch zu erleben, Hilfe zu geben und zu erfahren, förderten den verständnisvollen Umgang sowie das friedliche Zusammenleben und machten das Projekt für alle Beteiligten nachhaltig.

 

24. „AG ‚Film, Comic und Co.‘

Projektart: Medienübergreifendes Projekt

Einrichtung: Regionale Schule „Friedrich Rohr“ / Schulsozialarbeit (Träger: Jugendhilfe e.V. Ludwigslust)

Ort: Grabow

Die AG „Film, Comic und Co.“ ist ein außerschulisches Projekt am Nachmittag, welches mit Schülerinnen und Schülern der Friedrich-Rohr-Schule in Grabow in deren Räumen durchgeführt wird. Die finanziellen Mittel für die Technik werden durch die Deutsche Telekom Stiftung (Initiative „Ich kann was.“) und die Personalkosten über das SchulePlus-Programm bereitgestellt. Die Teilnehmenden produzieren Trickfilme, Videos, Comics und fotografieren. Die Ergebnisse werden einem Publikum in der Schule und in Schaufenstern in der Stadt Grabow präsentiert. Neben dieser aktiven und kreativen Medienarbeit werden auch theoretische Inhalte zur Mediengestaltung, zu Hintergründen einer Medienproduktion und zur Mediensprache vermittelt. Das Angebot richtet sich vorwiegend an Schülerinnen und Schüler, die auf Grund sozioökonomischer Umstände benachteiligt sind. Zum Projekt gehören auch ein Foto-Workshop mit einer Ausstellung sowie der Besuch beim Offenen Kanal in Schwerin oder Rostock.

 

25. „20 Jahre Grundschule Greif

Projektart: Video-Projekt

Einrichtung: Grundschule „Greif“

Ort: Greifswald

Im Rahmen der Projektwoche anlässlich des 20-jährigen Jubiläums der Grundschule Greif haben die Schülerinnen und Schüler – unter Anleitung – einen Film mithilfe eines Storyboards geplant, verschiedene Kameraeinstellungen und -perspektiven erlernt und praktisch umgesetzt. Zudem führten sie Interviews mit Lehrerinnen, Lehrern, Mitschülerinnen und Mitschülern. Dabei arbeiteten sie mit einem Comic-Programm, um das Storyboard zu erstellen und führten zunächst verschiedene Übungen mit Tablet und Stativ durch, bevor sie dann die Aufnahmen des Schulhofs und Mini-Videos über die verschiedenen Bereiche der Schule erstellten. Aus zeitlichen Gründen wurde der Schnitt durch die Lehrperson übernommen.

 

26. „Lat di wat vertellen

Projektart: Audio-Projekt

Einrichtung: die andere Grundschule Groß Nemerow

Ort: Groß Nemerow, Neubrandenburg

Mit unserem Projekt „Lat di wat vertellen“ soll gezeigt werden, dass die niederdeutsche Sprache – als erhaltenswertes und zu schützendes regionales Kulturgut – und die heutige moderne Kommunikationstechnik (Smartphone und Internet) gut zusammenpassen und beide Aspekte voneinander profitieren. Die Idee: An einzelnen, verschiedenen Denkmälern oder touristischen Verweilplätzen der Stadt Neubrandenburg finden die Gäste jeweils Tafeln mit einem QR-Code. Scannen sie diese mit ihren Smartphones ab, so können sie zwischen verschiedenen Hörtexten wählen und Informationen dazu auf Niederdeutsch oder Hochdeutsch erhalten. So wird die niederdeutsche Sprache nicht nur unmittelbar als Hörgenuss erlebt, sondern auch wirklich verstanden. Die Sprache bleibt so lebendig und ist damit für viele auf relativ einfachem Weg und jederzeit zugänglich. Durch die „Zweisprachigkeit“ erhöht sich bei den Zuhörenden zudem der Effekt, dass sie die empfangenen Informationen besser behalten. So lässt man sich nicht nur was „vertellen“, sondern „vertellt“ das auch noch weiter.

 

27. „Gefangen in der digitalen Welt

Projektart: Video-Projekt

Einrichtung: Regionale Schule „Am Grünen Berg“ – Schülerzeitung „Copy Left“

Ort: Bergen auf Rügen

Die Schülerzeitungsredaktion „Copy Left“ der Regionalen Schule „Am Grünen Berg“ in Bergen auf Rügen hat ihren ersten eigenen Film gedreht. Kevin ist elf Jahre alt und liebt es am Computer zu sitzen und zu zocken. Dabei vergisst er immer öfter Zeit, Raum und die eigene Körperhygiene. Die Dokumentation beschäftigt sich mit den Fragen „Wie entsteht Computerspielsucht eigentlich?“, „Was sind die Anzeichen einer Spielsucht?“ und „Was kann ich dagegen tun?“

 

28. „Die perfekte europäische Schule

Projektart: Video-Projekt

Einrichtung: Evangelische Schule „Dr. Eckart Schwerin“ Hagenow

Ort: Hagenow

Die Evangelische Schule „Dr. Eckart Schwerin“ in Hagenow war in den letzten drei Jahren die koordinierende Schule für ein Erasmus-Projekt mit Partnerschulen in der Türkei, Portugal, England, Italien und Martinique. Neben den Reisen mit den Schülerinnen und Schülern in die einzelnen Länder war das Ziel, einen Film über die „perfekte europäische Schule“ zu drehen, der die Erfahrungen der Kinder von den Reisen in die verschiedenen Kulturen und Schulsysteme erzählen sollte. Am Ende der drei Jahre gab es nicht nur eine lebendige Web-Seite auf eTwinning, verschiedene WhatsApp- und Facebook-Gruppen, es wurde auch innerhalb des Unterrichtes geskypt, PowerPoint-Präsentationen ausgetauscht, Umfragen gestartet und zuletzt ein gemeinsamer Film produziert. Das Besondere an diesem Abschlussfilm ist die Methodik, mit der das Vorhaben umgesetzt wurde. Nachdem alle Partner Umfragen zu bestimmten Kriterien gemacht hatten (Schulessen, Stundenplan, Klima, Lehrende, Rituale, außerschulische Möglichkeiten, Schulweg etc.) wurde ein gemeinsames Storyboard erarbeitet, nachdem alle Teams in ihren Ländern die Szenen zu drehen hatten. Am Ende wurden alle Teile zu einen Film zusammengeführt,  der auf einfühlsame Weise die Geschichte eines Cube erzählt, mit dem man sich in die verschiedenen Länder beamen kann. Und es geht auch um eine Zeitreise, um deutlich zu machen, dass die perfekte Schule zu gestalten ein langer Prozess sein wird.


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