Meldung vom 30.04.2015

Die Gewinner vom MEDIENKOMPETENZ-PREIS M-V 2015 stehen fest

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Der von der Medienanstalt Mecklenburg-Vorpommern und dem Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur ausgelobte Medienkompetenz-Preis M-V 2015 sowie der Sonderpreis der Staatskanzlei Mecklenburg-Vorpommern sind am Nachmittag des 23. April 2015 im Circus Fantasia in Rostock vergeben worden.

Ausgezeichnet wurde in der Kategorie „Außerschulische Projekte“ der

Friedrichshof 13 e.V. – Verein für Land, Kultur, Kunst und Arbeit
aus Kublank (bei Neubrandenburg)


für das Video-Projekt „Sehen und Gesehen werden – Filmarbeit mit Menschen mit Behinderungen auf dem Dorf“.
 

Inhalt: Ein Dorf in Mecklenburg-Vorpommern wird zum Drehort. Wiederkehrend jeden Sommer entstehen seit 2009 in Kooperation mit der RAAbatz Medienwerkstatt Mecklen-burgische Seenplatte kleine und große Filme. Es geht um Jugendkultur, Musik, Alltägliches und Veränderungen im Dorf. Menschen mit und ohne Handicap lernen dabei praxisorientiert alle Bereiche der Filmproduktion (Kamera, Ton, Schauspiel und Schnitt) kennen und schauen hinter die Kulissen.
Der Leitgedanke des Medienprojektes: Inklusion bedeutet Gleichberechtigung, Selbstbestimmung und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Jeder Mensch ist besonders, und jede Einschränkung ist auch eine Bereicherung. Gemeinsamkeit wächst durch Unterschiedlichkeit.
Im Vordergrund steht die aktive Medienarbeit und Vermittlung von Medienkompetenz für Menschen mit Behinderungen. Die Herausforderungen bringen die sonst wenig beachteten Potenziale der Teilnehmenden zum Vorschein, die ganz unterschiedlich und oft überraschend sind und so Wertschätzung erfahren. Der aktuellste Film ist hier zu sehen.


In der Kategorie „Schulische Projekte“ wurde ausgezeichnet das


Sonderpädagogische Förderzentrum „Pestalozzi“ Waren (Müritz)

für das Web-2.0-Projekt „Rund um uns mit eTwinning“.


Inhalt: In diesem Projekt haben Schülerinnen und Schüler im Alter von 12 bis 15 Jahren über das Internet mit achtzehn Schulen aus zwölf europäischen Ländern zusammengearbeitet. Dabei nutzten sie die Arbeitsplattform von eTwinning, dem Netzwerk für Schulen in Europa, und präsentierten ihre Projekt-Ergebnisse im virtuellen Klassenraum TwinSpace. Neben Skype, Audacity und Google Drive wurden viele andere zum Teil onlinebasierte Programme als nützliches Handwerkszeug für die Kommunikation erlernt und genutzt. Fragen, die während des Projektes aufkamen, wie z.B. zu Bildrechten, wurden selbstverständlich in die Arbeit integriert und so wichtige Bausteine in den persönlichen Medienbiografien der Teilnehmenden.

 

Der Sonderpreis zum Thema „25 Jahre Deutsche Einheit“ ging an die
 

Werkstattschule in Rostock

für das Video-Projekt „Die Grenze“.

Inhalt: Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 9 bis 12 produzierten einen Film über das Thema „Flucht“. Dieser Film ist im Rahmen einer Projektwoche entstanden, in der es um Ost-West-Begegnungen und DDR-Geschichte ging. Die Teilnehmenden nahmen in Vorbereitung auf ihre Produktion an einem Film-Intensivkurs teil, durchgeführt vom Medienpädagogen Jörg Herrmann. Der Film stellt zwei verschiedene Flüchtlingsgeschichten gegenüber. Zu Wort kommt ein Mann, der aus der DDR geflohen ist, und es wird über eine junge Frau berichtet, die vor nicht allzu langer Zeit ihre Heimat Afghanistan verlassen musste. Die zentrale Frage lautet: Was bedeutet für Menschen eine Flucht aus der Heimat?

 

HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH AN DIE GEWINNER!!


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